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Schon aus sicherheits- und hygienischen Gründen wird man sich je nach Schwerpunkt den man als Taucher setzt mit einer eigenen Ausrüstung ausstatten. Ein günstiger Sport ist Tauchen nicht, aber nach den Anfangsinvestitionen hat man lange etwas davon.


Diese legt man sich meist schon zu Beginn der Ausbildung zu. Diese besteht aus:

Maske: Sehr wichtig, da eine schlechte Maske einem schon den Spass beim Tauchen verderben kann. Wir stehen auf modisch schwarze, mit einer weichen Gummi-Mischung und geringem "Innenvolumen" - das ist der Luftraum zwischen Augen/Gesicht und Glass.

Tips für Unterwasser-Models: am besten eine "Einglass-Maske" verwenden.

Schnorchel: Nicht so die Priorität

Flossen: Wir verwenden Geräteflossen mittlerer Härte. Denkt man später über das Tauchen mit Doppelgeräten (zwei Flaschen) nach, empfiehlt es sich später sog. Tech-Flossen zu verwenden. Diese sind kurz und hart und erzeugen einen entsprechenden Vortrieb - Muskelkraft in den Beinen vorausgesetzt.


Anzug - der Allrounder: Wir haben 7mm Halbtrocken Neoprenanzüge mit Füßlingen, Eisweste und Handschuhen. Diese Austattung ist sowohl im 27 Grad warmen Meer als auch im 10 Grad kaltem See einsetzbar. Ab ca. 50 Tauchgängen pro Jahr in einheimischen Seen sollte man über einen Trockentauchanzug nachdenken - ein deutlicher Sicherheits- und Komfort-Gewinn.

Lungenautomaten: Als erfahrene Taucher steigen wir im Kaltwasser nur mit einer Konfiguration mit zwei ersten Stufen ins Wasser. Nachdem ich bisher gedacht habe, dass es hier nur Preis-, aber keine Qualitätsunterschiede gibt, habe ich mich jetzt eines Besseren belehren lassen. Auch die Verwendung von "Long-Hoses" macht absolut Sinn.

Tarrier-Jacket: Wir tauchen das ProQD i3 von Aqualung und das X-Tek Comfort von Scubapro. Das erste ist ein super Jacket, bequem und toll zu bedienen. Das zweite ist ein Jacket aus dem Tech-Bereich und speziell auch für den Einsatz von Side-Mount und Doppelgeräten geeignet.

Tauch-Computer: Diese gibt es in unterschiedlichen Bauformen und verschiedenen Preisklassen. Unsere sind eher günstig gewesen, erfüllen aber alle unsere Anforderungen. Lediglich eine Luft-Integration wäre noch toll gewesen.


Martin HessTrockentauchanzug: Speziell für tiefere Tauchgänge, wo das Wasser auch kälter ist verwenden wir Tri-Laminat Trockentauchanzüge mit sehr dicken Unterziehern, die dann auch noch richtig warm geben.

Dinge, die man sonst noch braucht:
Blei, Kompass, Messer, Boje, Alpha-Flagge, Signalgeber, Blitzer, Backup Lampe, Riff-Haken

Flaschen: Ab ca. 50-60 Tauchgänge pro Jahr im Kaltwasser lohnt sich die Anschaffung von eigenen Flaschen. Danach müssen die alle zwei Jahre zum TÜV. Wir haben 12l und 15 l, 200 bar mit Doppelventil. Der Trend geht wohl in Richtung 10l oder 12l, 300 bar. Mit der Ausbildung zum CMAS *** hab ich mir ein 2x8, 300 Bar Gerät zugelegt und bin voll zufrieden damit. Mit sehr dickem Unterzieher tauche ich dieses Gerät mit 4 kg Blei.

Tauchlampe: Extrem wichtig für Tauchgänge im Kaltwasser und auch für das Filmen. Wir verwenden eine Tanklampen-Konfiguration mit speziellen Video-Köpfen und 2x175 Watt Lichtleistung aus LEDs. Im Dauerbetrieb geben diese so 200-300 Minuten Licht.


Unterwasser Video RigBereits in der Einsteigerklasse bei den Fotokameras ist oft bereits eine Video-Funktion integriert.
Aktuell haben wir auf ein neues "Rig" aufgerüstet und uns eine gebrauchte Profi-Kamera zugelegt. Diese hat neben einem deutlich grösseren Sensor (deswegen deutlich lichtstärker) auch viel mehr manuelle Einstellmöglichkeiten. Eigentlich ist sie auch aufrüstbar auf 4K RAW Recording, was wir aber aktuell nicht benötigen.

Als Optik kommt ein 10-18 mm Weitwinklel Objektiv mit einem passenden Dome-Port zum Einsatz.

 

UW Kamera 2Das Gehäuse ist bis 200 Meter wasserdicht. Die Lichtlanlage bietet 2 x 4500 Lumen Licht. Die Akkus für Kamera (9h), Gehäuse (9h) und Lichtanlage (3h) bieten genug Reserven. Nachteil der ganzen Geschichte: Das Teil wiegt mit dem notwendigen Blei um die 11 kg!


Personal Data CenterZur Schnittsoftware: Gut beraten ist man, wenn man sich eine gute Schnitt-Software besorgt und das Ganze dann auf einem halbwegs performanten PC (am besten aber eine Multi Core Workstation) bearbeitet.

 

Personal Data Center IIZur Workstation: Man hat hier sehr viel Auswahl: vom Multimedia PC für ~1000 € und einer Einsteiger-Software für ~ 100 € bis zur Profi Workstation für ~ 10.000 € und einer Profi Schnitt-Software für mehrere tausend Euro reicht die Spanne - ganz nach Anspruch, den man sich selbst setzt.
 
Berufsbedingt sind wir hier mit einigermassen gut ausgestattet. In Eigenbau habe ich mir eine 3,3 GHz, 16 Core, 2 Prozessor-Workstation (Dual XEON) mit 64 GB RAM Speicher, Wasserkühlung, RAID mit insgesamt 8 TB Platz für die Media Library zusammengebaut. Mir ist klar, dass das im Zeitalter der Tablets irgendwie gegen den Trend geht, aber die Leistung macht schon Spass und ich nenne diese Workstation "My PDC - Personal Data Center (C)" .

   
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